Frankfurter Kranz

Immer wenn unsere Verwandschaft aus dem Osten (damalige DDR) zu uns zu Besuch kam, gab es diesen Frankfurter Kranz. Es wurde sogar Buch geführt, wann einer gebacken wurde, wer ihn bekommen hat und wo er verzehrt wurde. Beim Durchsehen dieser Notizen wurde uns gesagt, dass die meisten zu uns gingen. Ich muss gestehen, dass wir Kinder uns auf den Verwandschaftsbesuch aber auch sehr auf den Kuchen gefreut haben.

Dies ist wieder eine Torte (siehe meine Schwarzwälderkirschtorte), an welche ich mich nur schwer daran getraut habe. Ich hatte einfach eine perfekte Version als Vergleich und mit der Familie eine schwere Jury. Meine zweite Herausforderung war die Buttercreme, da ich bisher nur einmal eine gemacht habe. Diese hatte damals so nach Butter geschmeckt, dass ich nicht so schnell wieder eine machen wollte.

Frankfurter Kranz

Ihr benötigt für den Frankfurter Kranz die folgenden Zutaten:

Für den Biskuitteig:

 105 g  Mehl
 105 g  Stärke
 180 g  Zucker
 3  Eier (getrennt!)
 5 EL  warmes Wasser
 1 geh. TL  Backpulver

  • Die Eier trennen und das Eiweiß steif schlagen.
  • Das Mehl, die Stärke und das Backpulver in einer Schüssel vermischen.
  • Die Eigelbe und den Zucker schaumig aufschlagen.
  • Das Wasser nach und nach zugeben und alles verrühren.
  • Die gesiebte Mehl-Stärke-Backpulver-Mischung hinzugeben und zum Schluss noch das steife Eiweiß unterrühren.
  • Die Frankfurter Kranz Form mit Butter einstreichen und mit Mehl bestäuben.
  • Den Biskuitteig in die runde Form füllen und 30-45 min bei 160 °C backen. Stäbchenprobe machen!
  • Die Form aus dem Ofen nehmen und den Biskuit auf ein Kuchengitter stürzen.
  • Nachdem der Teig ausgekühlt ist, müsst ihr ihn dreimal durchschneiden.

Tipps:

  1. Achtet beim Bestäuben eurer Frankfurter Kranz Form darauf, dass ihr nicht zuviel Mehl erwischt, da dieses (wie bei mir) dann am Biskuitteig hängen bleibt.
  2. Die Backzeit variiert mit der Größe eurer Form und auch mit eurem Ofen, am besten tastet ihr euch ein bisschen ran.
  3. Damit ihr den Biskuitteig besser durchschneiden könnt, empfehle ich euch: backt den Biskuit am besten einen Tag vorher, wickelt ihn in Alufolie und teilt ihn erst am nächsten Tag.

Die Buttercreme (weiß und braun):

 400 g  Milch
 150 g  Zucker
 1 kl. Würfel (25 g)  Kokosfett (Palmin)
 1  Mandelpuddingpulver
 250 g  Butter
 50 – 100 g  Margarine
 Rum
 2-3 geh. TL  Kakaopulver
 1/2 Glas  Preiselbeeren
  • Milch und Zucker in einem Topf aufkochen.
  • Das Kokosfett zugeben und schmelzen lassen.
  • Das Mandelpuddingpulver einrühren und den Pudding nach Anleitung kochen.
  • Wichtig ist das ihr den Pudding jetzt kalt rührt, d. h. ihr rührt den Mandelpudding solange, bis er erkaltet ist. Dadurch verhindert ihr, dass sich eine Haut oder Klümpchen bilden.
  • Butter und Margarine in einer anderen Schüssel schaumig aufrühren und den Pudding portionsweise zugeben.
  • Nach Geschmack jetzt einen Schuss Rum in die Buttercreme einrühren.
  • Etwa 1/3 der Creme umfüllen und in den anderen Teil den Kakao und weiteren Rum einrühren.

Aus einer Creme, werden durch einen kleinen Schritt zwei verschiedene Buttercremefarben.

Für die Dekoration:

100 g Kokosflocken
3 TL Zucker
  • Die Kokosflocken zusammen mit dem Zucker in einer Pfanne anrösten und karamellisieren lassen.
  • Anschließend in einer Schüssel auskühlen lassen.

 

Nun geht es ans Schichten (von oben nach unten):

  1. Boden
  2. weiße Buttercreme
  3. Boden
  4. Preiselbeeren
  5. Boden
  6. dunkle Buttercreme
  7. Boden

Zum Schluss den gesamten Frankfurter Kranz mit der dunklen Buttercreme einstreichen. Falls ihr noch von der weißen Buttercreme einen Rest übrigt habt, könnt ihr diesen in die braune einrühren und nach Belieben nochmal Kakao und Rum zugeben.

Als letzte Schicht den Frankfurter Kranz mit den gerösteten Kokosraspel außen, innen und oben bedecken.

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